Los geht’s!

Nachdem die letzten Abschiede und die Kofferkrise irgendwie auch noch überwunden waren (wenn auch nur nach sehr viel Umpackerei – danke an Mama an dieser Stelle!), konnte es heute nacht um halb drei dann los zum Flughafen gehen. Auch wenn der erste Flug (von Stuttgart nach Amsterdam) eigentlich erst um 6 Uhr ging, so mussten wir doch natürlich erstmal zum Flughafen kommen und außerdem war ich um 4 Uhr mit noch vier weiteren Freiwilligen verabredet, die auch von Stuttgart aus fliegen würden. Nachdem wir es alle geschafft hatten unsere Gepäckstücke aufzugeben (22kg und 15,9kg – also sehr gut unter dem Limit, yay), auch wenn bei manchen anderen die Koffer eher 25 statt den erlaubten 23 kg wogen, verabschiedete ich mich noch von meiner Familie und dann gingen Pia, Luca und ich zusammen durch den Securitycheck. Zum Glück verlief alles ohne weitere Probleme, ich wurde zu einem Stichprobentest rausgezogen, war aber alles gut und nachdem die Securitykontrolle geschafft war gingen wir dann alle zusammen zum Gate und warteten noch über eine Stunde bis unser erster Flieger dann gehen würde. Es war ein unheimlich kleines und sehr süßes Flugzeug, auf jeder Seite des Mittelgangs nur zwei Sitze, was perfekt war, denn so saß ich neben Luca und konnte den ganzen Flug lang mit ihr quatschen, auch wenn wir uns natürlich vorgenommen hatten, zu schlafen. Daraus wurde in den eineinhalb Stunden von Stuttgart nach Amsterdam leider nichts, dafür konnten wir uns ausgiebig über unsere Abschiede, die letzten Wochen seit dem Vorbereitungsseminar und unsere Hoffnungen und Ängste für das kommende Jahr austauschen. Als wir dann alle in Amsterdam gelandet waren, mussten wir einmal über den kompletten Flughafen laufen (der Flughafen in Amsterdam ist wirklich, wirklich riesig) um an unser Gate für den Anschlussflug nach Quito zu kommen. Dort warteten auch schon einige der anderen Ecuador Freiwilligen (es war wirklich schön alle mal wieder zu sehen und ich freue mich auf die nächste Woche, die wir alle gemeinsam verbringen werden!) und da wir noch über eine Stunde Zeit hatten bevor wir in den nächsten Flieger steigen mussten, erkundigten wir noch ein wenig den Flughafen. Um 9.19 (interessante Uhrzeit fand ich) startete dann das Boarding für den Langstreckenflug nach Quito. Auch das Boarding verlief super stressfrei und ruckzuck saßen wir alle auf unseren Plätzen vor den kleinen Fernsehern, die uns für die nächsten 12 Stunden und 45 Minuten Gesellschaft leisten sollten. Nachdem wir alle nochmal ein bisschen aufgeregt gequatscht hatten, fingen manche an Filme zu schauen und andere waren schon vor dem Start eingeschlafen. Da ich wirklich aufgeregt war, war an Schlaf nicht zu denken aber dank meiner Musik, drei verschiedenen Filmen und Spaziergängen durchs Flugzeug um mit den anderen zu quatschen, ging der Flug schneller um als gedacht. Dazu hat außerdem meine Nebensitzerin noch beigetragen, der es leider wirklich nicht gut ging den ganzen Flug lang und der ich dann immer mal wieder Gesellschaft auf der Bordtoilette oder beim Tüten heben leistete. Auch wenn sie sich wahrscheinlich einen besseren Start in das Freiwilligenjahr gewünscht hatte, so ging der Flug dadurch doch einiges schneller um. Außerdem war unsere Stewardess mega lieb und hat uns die ganze Zeit neue Tüten geschenkt – ein kleines Andenken an den Hinflug! Als dann die Landung geschafft war mussten wir alle noch durch die Security und alle unsere Koffer abholen. Es sah schon sehr grotesk aus, wie lauter deutsche Jugendliche mit jeweils mindestens zwei großen Gepäckstücken plus Handgepäck durch den Flughafen gelaufen sind, die meisten eher schlecht als recht, aber irgendwie hat jeder es geschafft und in der Ankunftshalle wartete dann zum Glück auch direkt ein netter Mann auf uns, der uns abholen sollte.  Draußen sollte uns dann ein Bus abholen und schon als der Bus ankam, wussten wir, dass es eine kuschelige Busfahrt werden würde – wurde es auch. Erstaunlicherweise haben aber doch alle Koffer und Trekkingrucksäcke platz im Bus gefunden und alle Freiwilligen dann auch irgendwie. Nachdem wir 40 Minuten bis an unser Hostel gefahren sind, durften wir erstmal in unsere Zimmer (ach dieses Hostel ist so süß) und danach entdeckten wir auch relativ schnell die Terrasse, von der aus man einen wunderschönen Blick auf Quito hat. Ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich jetzt wirklich in Quito bin und hier auch für ein Jahr bleiben werde. Schon auf der Busfahrt ins Hostel wusste ich gar nicht wo ich zuerst hinschauen sollte – alles hier sieht anders aus. Komplett anders. Die Häuser sind in einem anderen Stil gebaut und einiges bunter zusammengewürfelt als man das in Städten in Deutschland sieht, Hunde streunern überall auf den Straßen herum, der Straßenverkehr ist auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig aber daran werden wir uns schon gewöhnen. Und vor allem herrscht hier eine komplett andere Atmosphäre – zumindest von den kurzen Einblicken die ich bisher in das Stadtleben hier erhalten habe. Ich bin wirklich gespannt was ich hier so die nächste Woche in der Vorbereitung und dann danach in meiner Gastfamilie und im Projekt erleben werde! Auf jeden Fall bin ich super glücklich hier gut angekommen zu sein und freue mich unheimlich auf das nächste Jahr! Möge das Abenteuer beginnen!

Aber erstmal gibt es hoffentlich in ein paar Minuten Abendessen – die anderen Freiwilligen und ich sitzen gerade auf der Terrasse und sterben bald vor Hunger, da die Zeit hier so anders ist und wir schon den ganzen Tag auf den Beinen sind!

Liebe erste Grüße aus Quito!


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