INEPE wir kommen!

Heute ist Freitag, das heißt ich bin schon fast eine Woche in Quito. Naja 5 Tage um genau zu sein. Ich weiß gar nicht was genau ich sagen soll, einerseits sind die letzten Tage wie im Flug vergangen, andererseits haben wir jetzt alle schon so viel erlebt, dass es eigentlich mehr als 5 Tage sein müssten. Bei einer Sache bin ich mir aber sicher, auch wenn ich persönlich Quito sehr laut und unsauber an manchen Ecken finde, so habe ich selten eine so wunderschöne Stadt gesehen. Bisher haben wir in einem Hostel im Touristenviertel gewohnt, in eineinhalb Stunden wird sich das jedoch ändern, dann werden Bianca und ich hier am Hostel von Miguel, unserem Mentor abgeholt und wir werden mit ihm gemeinsam mit Stadtbussen (das wird mit den Koffern ein Spaß werden) zu unserem Projekt fahren. Am Samstagabend, vor meinem Hinflug war ich aufgeregt. Für meinen jetzigen Zustand ist das aber keine passende Beschreibung. Ich kann es einfach nicht mehr erwarten, ich glaube das passt vielleicht ganz gut. Ich kann es nicht mehr erwarten, meine Gastfamilie kennenzulernen und zu wissen ob Bianca und ich in die selbe kommen oder nicht. Ich kann es nicht mehr erwarten endlich das Projekt kennenzulernen für das ich mich damals bei der Bewerbung beworben habe und besonders freue ich mich darauf, endlich richtig anzukommen, denn das Seminar war ja eher eine Art Zwischenstopp. Apropos Seminar, vielen Dank an Yanapuma Foundation (unsere ecuadoriansche Partnerorganisation) und Miguel für diese coole Woche. Jeden Morgen gab es im Hostel Frühstück, das zwar echt anders als deutsches ist (an die Milchbrötchen hier muss ich mich ein bisschen gewöhnen), aber trotzdem richtig lecker! Besonders die Früchte können in Deutschland halt im Vergleich zu hier kein bisschen mithalten! Um 9.30 Uhr hatten wir dann jeden Tag Seminare, am ersten Tag besprachen wir allgemeine Informationen zu  Ecuador an sich und redeten viel über unsere Erwartungen an das kommende Jahr. Mittags gab es jeden Tag außer am Donnerstag im gleichen vegetarischen Restaurant (fand ich gut) Mittagessen, der Reis dort war so lecker und die Portionen natürlich viel zu groß, sodass ich gar keine Chance hatte alles leer zu essen. Um 14 Uhr am Mittag hatten einige von uns, also die die noch nicht so fit im Spanischen sind (also ich) ein bisschen Spanischunterricht bei einem Lehrer der Yanapuma Foundation. Ich habe selten Leute mit einem so interessanten Charakter wie diesem Lehrer getroffen, er ist einfach für drei Jahre  mit dem Fahrrad durch Südamerika gefahren und schreibt zurzeit ein Buch darüber! Vor solchen Dingen habe ich absoluten Respekt. Die Spanisch stunden waren immer sehr amüsant, wir haben zum Beispiel einmal ein Spiel gespielt, bei dem Martin und ich nicht sonderlich gut waren, sodass wir Salsa tanzen mussten, was wir nicht sonderlich gut können. Naja egal, dafür hatten die anderen ihren Spaß! Nach dem Spanischkurs waren wir meistens noch ein bisschen in Quito unterwegs, wir waren bereits in der Basilika, saßen vor dem Präsidentenpalast, wo eine riesige Demonstration war und in einem indigenen Museum zusammen mit Miguel. Das Museum war wirklich eins meiner Highlights diese Woche, besonders da Miguel sich so gut mit allem auskannte und bestimmt 10 verschiedene Instrumente spielt, was mehr als beeindruckend war. Montags war dann auch noch ein ehemaliger Freiwilliger aus dem Projekt Selvavida im Urwald da und hat besonders Maja und Jacob ein paar weitere Einblicke in das Projekt gegeben, in das die beiden heute abend gehen. Abends waren wir dann noch in einer kleinen Bar in einer Straße namens La ronda, und generell haben wir abends schon ein wenig die Gegend erkundet, Quito ist wirklich eine wunderschöne Stadt. Am Mittwoch hätten wir dann eigentlich auch noch in die Botschaft gemusst, da wir dachten wir müssten noch einen Stempel für unser Visum bekommen, was dann aber doch nicht der Fall war. Gestern waren wir auf einem Markt hier in der Gegend, dort gab es so viele Früchte, Bianca und ich werden das ganze Jahr etwas zu probieren haben. Generell bin ich bisher vom Essen sehr positiv überrascht, es gab bisher sehr abwechslungsreiches und durchgehend super leckeres Essen, besonders mag ich die Tortillas und die Früchte natürlich bisher. Gestern haben wir alle zusammen dann auch gekocht, Llapingacho wird das Gericht genannt, das war super lecker! Außerdem haben wir von Miguel auch direkt einen Salsakurs bekommen, es hat echt Spaß gemacht und Luca, Leonie, Bianca und ich haben schon beschlossen uns bei einem Salsakurs anzumelden, auch wenn wir am Anfang wahrscheinlich eher mitstolpern werden als zu tanzen! Gestern Abend konnten wir unsere neuerlernten Fähigkeit dann auch direkt in einer Salsabar unter Beweis stellen und ich bin mir sicher, dass Bianca und ich in dieser Stadt im nachsten Jahr unseren Spaß haben werden! Gerade sitze ich nochmal auf der Dachterrasse von unserem Hostel, den Ausblick werde ich wirklich vermissen und bald werden Bianca (die grad neben mir sitzt und auch Blog schreibt) und ich dann abgeholt. Ich habe es sogar geschafft, heute morgen einiges kompakter zu packen als letzte Woche, das Bus fahren wird mit den Koffern trotzdem ein riesen Spaß werden! Ich melde mich heute abend dann aus meiner Gastfamilie und füge dann natürlich auch noch ein paar Bilder der letzten Woche hinzu! Hasta luego!


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