In der Mitte der Welt!

Wie versprochen melde ich mich jetzt auch mal aus meiner Gastfamilie. Also der erste Eindruck von der Familie -beziehungsweise ich sollte „den Familien“ sagen- ist wirklich super! Gestern wurden wir ja wie schon erwähnt um 11.30 Uhr im Hostel von Miguel abgeholt und nachdem Bianca und ich uns von den anderen verabschiedet hatten, konnte das Abenteuer mit den Koffern dann losgehen. Wir kamen uns wirklich vor wie die typischen Touristen, so mit einem Trekkingrucksack und einem riesigen Koffer jeweils. Genau wie Touristen wurden wir dann angeschaut, naja wir sehen ja auch beide  nicht aus wie Einheimische um fair zu sein. Trotzdem war es ziemlich lustig so vollbepackt durch die Straßen von Quito zu laufen. Miguel hat uns netterweise einen der Koffer abgenommen, sodass wir uns zu zweit mit dem anderen Koffer abmühen konnten – es macht wirklich keinen Spaß mit Koffer zu reisen. Aber Spaß hatten wir auf den Busfahrten durch Quito trotzdem, da der Fahrstil hier ein wenig anders als bei uns ist, und wir daher mehr als einmal mit den Koffern fast durch den gesamten Bus flogen. Was mir jeden Tag aufs Neue auffällt, ist wie nett die Leute, die wir bisher getroffen haben, zu uns waren – gestern auch wieder. Bianca und ich haben uns an einer Treppe mit unserem Gepäck abgemüht und wurden direkt nach zwei Treppenstufen von mehreren Männern auf einmal angesprochen, ob man uns helfen könne! Diese Männer waren wirklich so nett! Und das ist nicht das erste Mal, dass mir diese Hilfsbereitschaft hier in Quito positiv aufgefallen ist! Dank dieser lieben Männer kamen Bianca, Miguel und ich dann auch nach mehreren Busfahrten in unserem Projekt INEPE an. Auch dort wurden wir direkt von ganz vielen Kindern und Mitarbeitern nett gegrüßt und unsere Koffer wurden besonders von den Kindern ganz aufmerksam gemustert. Andre, unsere Koordinatorin im Projekt zeigte uns direkt ein wenig das Gebäude und nach einem sehr leckeren Mittagessen in der Cafeteria der Schule, in der wir jeden Tag essen werden, gingen wir zusammen mit ihr in ein Büro, um unsere Aufgaben über das nächste Jahr hinweg zu besprechen. Bianca und ich wurden uns schnell einig wer in welchen Gruppen Schulassistenz sein sollte – ich habe viele von den jüngeren Schülern, die jüngste Gruppe in der ich aushelfen werde wird 3 bis 4 Jahre alt sein- ich freue mich schon total darauf! Danach wurden wir dann in unsere Unterkunft gebracht, Bianca und ich teilen uns ein Zimmer in dem Haus, in dem auch Andre mit ihrer Familie und noch eine weitere super nette Familie lebt! Das Zimmer in dem Bianca und ich wohnen ist wirklich schön und die Familien haben uns generell super lieb aufgenommen! Abends hatten wir dann auch bereits die Gelegenheit mit einem der Kinder, die hier wohnen zu reden und zu spielen, sie kam in unser Zimmer und hat es sich für ein paar Stunden auf meinem Bett bequem gemacht, sie ist super witzig und auch wenn meine Spanischkenntnisse noch nicht ausreichen um alles zu verstehen, was die Kleine sagt, so hat es doch super viel Spaß gemacht mit ihr zu reden!

Bianca und ich haben dann gestern einen eher entspannten Abend verbracht und sind heute Morgen dann so gegen 9 Uhr aufgestanden, da wir an das „Mitad del Mundo“ wollten (ein Monument, welches die „Mitte der Welt“, also die Linie zwischen der Nord- und der Südhalbkugel darstellen soll). Leider haben die Wissenschaftler sich damals vermessen, denn der echte Äquator ist circa 240 Meter nördlich vom Mitad del Mundo. Aber das hat uns nicht weiter gestört, wir wollten das Monument trotzdem unheimlich gerne sehen. Nachdem wir uns heute Morgen einmal im Haus verirrt hatten und dann bei der anderen Familie mitgefrühstückt haben (beide Familien sind so nett!), konnte es dann auch losgehen. Zu Beginn sind wir einmal für ein paar Haltestellen in die falsche Richtung Bus gefahren, aber ansonsten ging alles gut und wir kamen nach ca.  ein einhalb Stunden beim Äquator an. Das Mitad del Mundo ist wie ein kleines Dorf aufgebaut, es gibt viele Museen und tausend Läden in denen man Erinnerungsstücke kaufen kann. Es war wirklich süß und natürlich haben wir auch ganz viele Erinnerungsfotos gemacht!

Nachdem wir dort auch noch Essen waren und den eigentlichen Äquator gesucht aber nicht gefunden haben, sind wir wieder zurück in Richtung zuhause gefahren. Wir machten auf dem Rückweg aber noch einen kurzen Zwischenstopp, da wir beide Sachen vergessen hatten, beziehungsweise in meinem Fall der Adapter einfach nicht funktioniert hat, sodass wir danach schauen mussten, da ich sonst meine Elektronik das Jahr über nur schwer hätte benutzen können, was zwar kein Weltuntergang, aber doch etwas ungeschickt gewesen wäre. Nach kurzer Suche fanden wir beide was wir gesucht haben und konnten uns dann auf den Heimweg machen. Ich kann nur sagen, dass es ein gelungener erster Tag in der Gastfamilie war und ich mich auf weitere Ausflüge mit Bianca freue!


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