503 Stufen, ein sehr steiler Berg und ein viel zu süßer Nachtisch später

Die letzten Tage hatten wir kein Internet mehr, daher passt mein Blogeintrag nicht mehr ganz aktuell auf alles, ich habe aber beschlossen, ihn trotzdem zu posten und einfach am Ende um die letzten paar Tage ein bisschen ergänzt!

(Am Samstag, den 16.09.2017): Heute vor genau 21 Tagen ist mein Flieger nach Quito gegangen, ich kann es gar nicht fassen, wie schnell die letzte Woche jetzt um war! Letztes Wochenende war relativ entspannt, eigentlich wollten Bianca, Leonie, Luca und ich samstags mit der Teleferico auf den Rucu Pichincha, das ist ein Vulkan direkt bei uns in der Nähe, haben es aber aus Wettergründen verschoben. Stattdessen haben wir uns dann ganz entspannt im „Centro Historico“ getroffen, in dem auch schon unsere Einführungswoche war. Wir sind ein bisschen durch die Stadt gelaufen und haben uns irgendwann in ein Café gesetzt, um einfach ein bisschen zu quatschen, schließlich hatten wir alle die erste Woche in unserem Projekt hinter uns und da wollte ich besonders wissen, wie das Projekt von Luca und Leonie so ist. Anscheinend haben sie ziemlich andere Aufgaben als Bianca und ich, die beiden helfen eher im Schulgarten in ihrer Schule mit, während Bianca und ich beim INEPE eher unterrichten. Aber auch sie schienen gut angekommen zu sein und waren schon dabei, sich an die Aufgaben im Projekt zu gewöhnen! Es war wirklich interessant von anderen Projekten zu hören und wir hatten einen schönen und entspannten Tag. Außerdem waren wir in einem Museum (Metropolitan Museum Quito), welches ich persönlich richtig krass fand, da es ziemlich politisch geprägt war, Respekt an die Künstler an dieser Stelle! Abends machten Bianca und ich uns mit einem Film einen entspannten Abend, alles in allem war es ein sehr schöner Tag!

Am nächsten Morgen stand das wöchentliche gemeinsame Frühstück mit der Familie auf dem Programm, das ist immer wirklich nett, da es so eine süße Tradition hier zu sein scheint und das Essen dann natürlich auch immer besonders gut ist! Ein besonderes Highlight von mir ist hier jeden Morgen der Saft, denn jeden Morgen gibt es einen anderen, frisch gepressten Saft und Bianca und ich haben eine kleine Tradition daraus gemacht, zu erraten, was für eine Frucht es ist, das Problem dabei ist allerdings, dass wir viele davon nicht kennen und daher auch nicht identifizieren können – bis zum Ende vom Jahr können wir das dann vielleicht! Generell haben wir schon einige kleine Traditionen für uns entwickelt, schließlich verbringen wir die meiste Zeit jeden Tages miteinander (was bisher wirklich sehr, sehr gut funktioniert!!), zum Beispiel wechseln wir uns beim Abwasch automatisch immer ab, wir essen jeden Abend zum Abendessen eine Tomate aus dem Schulgarten zu unserem Reis und mittags in der Kantine haben wir ein kleines Spiel entwickelt, welches „rice or run“ heißt. Das klingt jetzt vielleicht etwas merkwürdig, daher muss man dazu sagen, dass die Portionen hier für uns einfach viel zu groß sind und es jeden Tag mittags und abends zuerst Suppe und dann Reis mit Gemüse und Fleisch gibt (was super lecker ist, nicht falsch verstehen bitte!, für mich als Exvegetarier aber auch eine ziemliche Umstellung ist), aber manchmal sind wir mittags dann einfach nach der Suppe schon so voll, dass wir keinen Reis mehr essen können. Und dann heißt es „run“, denn die Cafeteriamitarbeiter in der Schule sind richtig lieb und ein wenig besorgt, dass wir nicht genug essen würden (was wir aber sowas von tun), daher müssen wir uns immer ein bisschen beeilen, bevor sie uns doch noch Reis geben. Diese kleinen Traditionen geben mir aber so langsam das Gefühl, hier wirklich angekommen zu sein und dass wir auf einem guten Weg sind, uns richtig einzuleben. Auch in der Familie habe ich so langsam alle Beziehungen verstanden und sie sind immer noch genauso lieb und fürsorglich wie am Anfang! Zum Beispiel haben sie uns an einem Morgen gefragt, was man eigentlich so in Deutschland frühstückt und dann haben wir ein paar Sachen aufgezählt und ratet mal was es am nächsten Tag zum Frühstück gab? Möglichst ähnliche Sachen! Das ist ultra nett, auch wenn sie sich die Mühe nicht machen müssten, da wir auch das Essen hier wirklich mögen und mehr als zufrieden damit sind! Aber solche Kleinigkeiten freuen einen halt doch und geben mir das Gefühl, dass Bianca und ich hier gerne gesehen sind. Das gleiche gilt für die Schule. Denn nachdem wir noch unser Horoskop für die Woche prophezeit bekommen haben (ich hätte anscheinend romantische Erlebnisse haben sollen – habe ich bisher nichts von gemerkt aber naja haha) und uns Sonntagmittags noch mit Freiwilligen von einer anderen Organisation getroffen haben, die übers Wochenende in Quito waren (was auch megainteressant und lustig war), ging montags dann die Schule weiter.

Wir glauben, dass montags hier der schicke Tag in der Schule ist, daran versuchen wir uns ab nächste Woche dann auch zu halten, denn montags hatten die Schüler wieder die schicke Schuluniform an, die sie auch am ersten Schultag anhatten. Die Schulwoche war ziemlich ähnlich wie die erste, wir mussten Unterricht vorbereiten und die Klassen dann ergänzend zum eigentlichen Englischunterricht unterrichten. Das stellt sich bei manchen Klassen deutlich anspruchsvoller als bei anderen heraus. Generell habe ich das Gefühl, dass ich mir für die jüngeren Schüler noch etwas andere Taktiken überlegen muss, da ich zwar sehr gerne mit ihnen spiele und sie sich auch jedes mal freuen mich zu sehen, ich aber bisher das Gefühl habe, dass der Unterricht noch nicht ganz auf sie angepasst ist. Das ist aber nicht weiter schlimm, wir dürfen ja viel mit ihnen spielen und ich habe mir schon einige englische Kinderlieder zum mitsingen besorgt und ganz viele Flashcards und Arbeitsblätter gebastelt, auf die die Schüler sehr abfahren und mit denen der Englischunterricht dann auch ganz gut funktioniert. Bei den jüngeren Schülern ist auch immer die Klassenlehrerin mit im Raum, die mir je nach Klasse auch manchmal wirklich unterstützend unter die Arme greift, da sie die Kinder einfach kennt und weiß wie man bei manchen Kindern gut für Konzentration und Spaß sorgen kann. Bei den ganz kleinen Kindern spiele ich einfach ganz viel mit ihnen, singen und tanzen stehen auch jede Stunde mit auf dem Plan und natürlich auch ganz viele Bilder, denn die Kinder können die Wörter wie es scheint am besten mit Bildern verbinden, und in jeder Kindergartengruppe hat es inzwischen auch mindestens 3 Kinder, die alle Farben schon mit im Chor sagen können, solche Fortschritte freuen mich natürlich sehr!

Die Siebtklässler sind bisher noch meine anspruchvollste Klasse, da bei ihnen die Lehrer nur noch zeitweise mit drin sind, die Kinder aber trotzdem noch relativ verspielt sind, sodass es manchmal recht lange dauert, bis Ruhe in die Klasse einkehrt, dafür sind sie aber sehr lieb und fit und bei jedem Spiel sofort mit am Start, sodass es auch mit ihnen mehr als Spaß macht! Bei den älteren Schülern sind die Speaking Sessions recht entspannt, die meisten können sich schon ein bisschen auf Englisch verständigen und sind auch nicht mehr ganz so verspielt, sodass man hier einfach über verschiedene Themen reden kann, was mir sehr viel Spaß macht, besonders da einfach alle Schüler so nett sind! Besonders bei den Oberstufenschülern ist der Unterricht sehr entspannt, diesen Freitag war ich mit einer der „Premier Ano de Bachillerato“ Klassen zum Beispiel im „Kräutergarten“ (was eigentlich eher eine riesige Anlage ist, ich war selten so beeindruckt) und habe mich einfach auf Englisch dabei mit ihnen unterhalten, wir hatten jede Menge Spaß. Das einzig schwierige diese Woche war eine spontane Stundenplanänderung, die Bianca und mich ein bisschen aus der Bahn geschmissen hat, da wir ja jeden Tag mittags ein bis zwei Stunden Unterricht vorbereiten, und dieser vorbereitete Unterricht dann dank der Stundenplanänderung nicht mehr so gut auf die Klassen gepasst hat, da wir manche Klassen dann ein zweites Mal diese Woche hatten. Aber an solche Dinge müssen wir uns glaube ich einfach noch ein bisschen anpassen, hier wird so etwas viel lockerer gesehen. Genauso wie die Absprache von uns mit den Englischlehrern, die beiden Englischlehrer sind super nett, aber sehen die ganze Sache einfach ein bisschen entspannter als Bianca und ich das bisher tun (wir sind halt doch bisher vor jeder Stunde aufgeregt, schließlich haben wir sowas davor noch nie gemacht), sodass es schonmal sein kann, dass sie uns ergänzende Aufgaben für die Speaking Sessions geben, sodass die Englischlehrer gut ihren tatsächlichen Unterricht durchziehen können, diese ergänzenden Aufgaben dann aber doch selber schon mit der Klasse gemacht haben, sodass wir uns spontan neue Themen oder Spiele überlegen müssen. Das ist aber nicht weiter schlimm, da diese Stunden ja eh zusätzlich und für die Kommunikation gedacht sind, also ist ein Spiel mit einer Klasse schon mal in Ordnung und freut die Kinder sowieso am meisten!

Also generell kann ich sagen, dass ich mich so langsam in das Projekt eingewöhne und die Klassen und Lehrer alle super nett finde, sodass es jeden Tag Spaß macht, hinzugehen. Auch in der Schule haben Bianca und ich auf dem Pausenhof schon unseren Stammplatz auf einer Treppe in der Sonne (die hier wirklich heiß brennen kann, auch wenn es noch drei Minuten davor ziemlich kalt ist), bei dem dann manchmal Schüler vorbeikommen, einen einfach umarmen oder über den ganzen Pausenhof „Compita“ schreien (so werden wir hier genannt) – das ist mir diese Woche mehr als einmal mit den Unterstufenschülern passiert. Bianca und ich saßen auf der Treppe und haben geredet, plötzlich hört man zwanzig Kinder „Compita Anni (oder Anita)“ schreien, die einem alle winken, oder einen liebevoll fast umrennen! Das ist wirklich super süß, ich weiß jetzt schon nicht, wie ich mich in einem Jahr von diesen ganzen tollen Menschen hier verabschieden soll – gut, dass das noch in weiter Zukunft liegt!

Mittags liegen Bianca und ich meistens immer noch eine Stunde faul auf dem Bett rum, bevor wir in der Lage sind, irgendetwas produktives zu machen, aber wir machen Fortschritte, manchmal schaffen wir es mittags nochmal rauszugehen, um zum Beispiel Kopien für den Unterricht zu machen, bevor wir uns der Unterrichtsvorbereitung widmen, die bisher wirklich zeitaufwendig ist, wobei ich denke, dass wir im Laufe der Monate immer schneller darin werden, sobald wir auch die Klassen (ich bin unterstützende Schulassistenz in 17 verschiedenen Klassen) ein bisschen besser einschätzen können. Abends schreiben wir jeden Tag Reisetagebuch – meins ist schon jetzt halb voll, upsi – und schauen danach manchmal noch einen Film oder entspannen einfach zu Musik, bisher klappt das Zusammenleben wirklich gut und wir haben immer jede Menge Spaß! Inzwischen passieren uns auch nicht mehr ganz so viele Missverständnisse in der Familie oder generell (wir hätten zwar letzte Woche fast einen Hoolahoopreifen statt Tesa gekauft), wir haben uns inzwischen dran gewöhnt, morgens vom Gebell von Straßenhunden geweckt zu werden, die es in unserem Viertel wirklich zu genüge gibt, auch die Straßenverkäufer am Straßenrand oder im Bus überraschen uns nicht mehr ganz so arg, wobei es mich zum Beispiel immer irritiert, wie sehr wir als „nicht-Ecuadorianisch“ erkannt werden, sodass uns Taxis oft anhupen, da sie denken, wir hätten uns verirrt oder wir durchaus mal auf Englisch angesprochen werden. Aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit bestimmt auch. Wir getrauen uns inzwischen auch mal über die Straße zu laufen, man versteht nach einer Weile hier doch das Straßensystem, ich bin zuversichtlich, dass wir am Ende vom Jahr nicht mehr zusammenzucken, wenn es irgendwo hupt und wir wissen inzwischen auch, dass unser Schulgarten nicht „jardin“ genannt wird – das war eine ziemlich lustige Geschichte! Gabriel, unser Vorgänger als Freiwilliger in der Schule, hat Kürbisse im „Kräutergarten“ gepflanzt und uns darum gebeten, dass wir mal nach ihnen schauen sollten. Also wollten Bianca und ich den Kräutergarten suchen, wir dachten, wir wüssten ungefähr wo er sei, da man vom Schuldach aus einen kleinen Garten sieht und wir einfach davon ausgegangen sind, dass das der Garten sei (war er nicht!). Also sind wir einfach mal losgelaufen und haben dann aber relativ schnell festgestellt, dass wir keine Ahnung hatten, wo der Garten war. Also haben wir ein paar Schüler nach dem „jardin“ gefragt – die einzige Reaktion, die wir bekamen, war dass wir erst komisch angeschaut wurden, und es dann hieß: „naja hier ist er doch, hier drüben ist die Unterstufe und der Kindergarten und da drüben sind die Oberstufenschüler und das alles hier ist doch der „jardin““. Tja, da haben wir dann festgestellt, dass die Schüler dachten, wir würden nach dem Schulhof fragen und ein bisschen irritiert darüber waren. Naja, also haben wir das Ganze Unternehmen auf den nächsten Tag verschoben und nachdem wir dann nochmal eine Lehrerin gefragt hatten, wussten wir dann auch, dass wir einfach die ganze Zeit den Berg hochlaufen mussten, bis wir an ein großes grünes Tor kommen würden (das war mehr als anstrengend!)  – und der Kräutergarten war dann etwas anders als erwartet! Er ist riesig, mit großen weißen Zelten und meterlangen Feldern, so etwas nenne ich wirklich einen Schulgarten! Die Kürbisse haben wir aber leider trotzdem nicht gefunden – das ist unser Ziel für die nächste Woche! Genauso wie endlich eine ecuadorianische SIM-Karte zu kaufen, die funktioniert.

Am Samstag haben Bianca und ich dann erstmal die Chance genutzt, um ein bisschen auszuschlafen, besonders da wir beide ziemlich von einer Erkältung getroffen wurden. Danach frühstückten wir ganz entspannt und sind dann mit dem Bus nach „Guapolo“ gefahren, ein wunderschönes und der Stadt eher abgewandtes Stadtviertel im Osten von Quito. Wir machten zuerst ganz viele schöne Bilder an einer Aussichtsstelle und mussten dann ziemlich viele Treppen und Serpentinenstraßen bergab laufen, bis wir im tatsächlichen „Guapolo“ ankamen. Der Stadtteil ist total verschlafen im Vergleich zur Innenstadt von Quito oder dem Barrio (Stadtviertel) in dem Bianca und ich wohnen, welches eher von Wohnhäusern ohne Dächer, wie man sie in Deutschland kennt, und Straßenhunden gekennzeichnet ist (meistens geht eine Treppe oben ins Leere und die Wäsche wird auf der Flachen obersten Etage getrocknet) – sieht sehr interessant aus! In Guapolo gab es unheimlich viele süße Häuser und schöne Straßenmalereien, die mich hier in Quito sowieso total begeistern (auch gegenüber von unserem Haus gibt es tolle Straßenmalereien!). Nachdem wir ein bisschen durch Guapolo gestreift sind, haben wir beschlossen, wieder nach oben zu laufen: 503 Stufen und eine richtige Steile Straße bergauf später hatten wir das dann auch geschafft! Sowas nenne ich Sport, hier sind Treppen und Berge einfach so anstrengend zu laufen, genauso wie Schaukeln, was ich ja schonmal erzählt habe und was wir heute mehr als einmal gemacht haben! Nach den 503 Stufen beschlossen wir, dass wir Pizza (was wir ein bisschen vermissen) und einen viel zu süßen Nachtisch absolut verdient hätten und fuhren mit dem Bus zurück in unser Barrio. Dort suchten wir eine Pizzeria und aßen danach noch einen der ultrasüßen Nachtische, auf die so viele Leute hier total abzufahren scheinen – ich muss sagen, das kann ich nicht ganz nachvollziehen. So für zwei, drei Löffel ist es schon ganz lecker, aber danach war es mir persönlich einfach zu süß! Nachdem dann der Zuckerbedarf für die nächsten Wochen bei Bianca und mir gedeckt war, liefen wir sehr erschöpft zurück nach Hause und legten uns erstmal aufs Bett!

Ergänzung: Am Sonntagmorgen haben wir dann auch wieder ausgeschlafen und um 10 Uhr stand dann wieder das Familienfrühstück auf dem Programm, es war sehr lecker und nach dem Frühstück unterhielten wir uns noch sehr gut mit unserem Gastvater Patricio, er gab uns einige Tipps, was wir uns in der Gegend um Quito herum anschauen sollten, das war echt nett! Mittags sind Bianca und ich dann für eine Stunde ins Centro Historico gefahren, ich habe die bisher beste Wassermelone meines Lebens gegessen und nach einer Stunde mussten wir aber leider direkt wieder nach Hause fahren, da unsere Nachbarn/Verwandte der Gastfamilie eine Art Einweihungsfest in ihrem neuen Haus feierten. Also gab es ein riesiges Festmahl (mal wieder mit sehr viel Fleisch) und direkt nach dem Essen wieder sehr süße Torte – ich kann mich mit dem Brauch noch nicht so ganz anfreunden, dass die Torte hier direkt nach dem Essen serviert wird, bei mir passt dann einfach nichts mehr in den Bauch rein! Abends unterhielten wir uns noch sehr gut mit unserer Projektkoordinatorin, ich fand das Gespräch sehr hilfreich, da sie uns ein wenig erklärte, wie wir am besten Unterrichtsstunden als Schulassistenz aufbauen sollten, damit wir den eigentlichen Englischunterricht möglichst gut unterstützen könnten. Abends bereiteten wir noch die restlichen Schulstunden für den nächsten Tag vor und sind früh schlafen gegangen.

Auch am Montag war das Wlan noch nicht wieder da, das ist aber nur in dem Aspekt etwas ungeschickt gewesen, dass wir eigentlich noch einige Unterrichtsmaterialien für den Unterricht aus dem Internet raussuchen wollten, aber irgendwie haben wir es dann trotzdem geschafft und die Schule am Montag war zumindest bei mir ziemlich entspannt. Montags habe ich seit der Stundenplanänderung nur noch Stunden bei den ziemlich jungen Schülern, sodass viel singen, tanzen, malen und spielen auf dem Programm stand (meine Lieblingsbeschäftigung!) und so der Schultag recht schnell vorbei war. Am Dienstag war der Schultag auch ziemlich gut und lustig, morgens vor der ersten Stunde gab es dann eine wunderbare Überraschung für Bianca und mich wieder: eine erneute Stundenplanänderung! Zum Glück hatte ich dieses mal nicht vorgearbeitet für die nächsten Tage, denn das hätte sich durch die Stundenänderungen einfach nicht gelohnt! Aber ansonsten vergingen auch die letzten Tage sehr schnell und an das unterrichten gewöhne ich mich so langsam immer mehr, es klappt je nach Klasse auch mit jedem mal besser, vorallem da die Kinder sich so langsam eben auch an einen und auch an die Aussprache von uns gewöhnen! Ich schaffe es inzwischen sogar auch mal, eine Aufgabe auf verstückeltem Spanisch zu erklären, falls es nicht sofort auf Englisch verstanden wird- ich lerne mit den Kindern mit! Auch der Mann im Copyshop um die Ecke, in dem wir immer unsere selbergemalten Arbeitsblätter kopieren gehen kennt uns inzwischen schon und macht uns auch auf jeden Fall schon Freundschaftspreise (und warnt uns davor abends in unserem Viertel rauszugehen – wir fühlen uns aber bisher mehr als wohl)! Und das Beste an dieser Woche: Wir haben es heute tatsächlich geschafft eine ecuadoriansche SIM-Karte zu kaufen, die funktioniert! Morgen ist Freitag, sodass ein weiterer Schultag ansteht, die Unterrichtsvorbereitung ist schon geschafft, morgen stehen bei mir zwei Stunden bei den „Terceros“ (7 Jahre alte Kinder), eine Stunde bei den „Septimos“ und zwei Stunden bei den „Primer Ano de Bachillerato“ auf dem Programm – ich freue mich schon sehr auf die Kinder, besonders wenn sie einem auf dem Gang so lieb Hallo sagen und sich immer total freuen, wenn man ihnen sagt, dass man heute Stunden mit ihnen hat! Morgen Mittag fahren Bianca und ich dann über das Wochenende nach Otavalo, eine Stadt ein Stück im Norden von Quito, dort wollen wir am Samstag auf den Markt und je nachdem ob wir bis Sonntag bleiben (das haben wir noch nicht entschieden), wollen wir noch zu Lagunen dort in der Nähe! Ich freue mich schon sehr auf das Wochenende und auf die nächste Woche und wenn mein WLAN mal ein bisschen länger funktioniert, melde ich mich nächste Woche wieder! Hasta luego!

 

 


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