Auf Darwins Spuren

Jeder der im Biounterricht aufgepasst wundert sich jetzt bestimmt erstmal und fragt sich wie man denn auf Darwins Spuren sein kann. Also wenn ich den Namen Darwin höre, kommt mir erstmal der Begriff „Evolution“ in den Kopf und dann eben eine Inselgruppe, zu der (ich zumindest) immer wieder Abiaufgaben lösen musste. Und genau um diese Inselgruppe geht es in diesem Blogbeitrag: Bianca, Luca (eine der beiden anderen Quitofreiwilligen) und ich waren 8 Tage auf den Galapagosinseln. Jaja, manche würden mich jetzt mit einem schockierten Gesichtsausdruck anschauen: ‚das ist doch voll teuer‘ und ‚das ist ein Nationalpark, der Mensch zerstört da alles‘, womit jede Person auch recht hat, ich habe trotzdem beschlossen, dorthin zu gehen. Und wenn man es als Individualreisender bereist, ist es natürlich trotzdem teuer, man kann sich aber selber ein Budget zurecht legen und danach Dinge machen und wir haben auch versucht möglichst umweltbewusst auf den Inseln zu sein – möglichst wenig Plastik zu kaufen (was wirklich deutlich schwerer ist, als man immer denkt) und auf alle Nationalparkregeln zu achten. Aber mal von vorne. Unsere Reise startete am 06.07. morgens vom Flughafen in Quito und die Tage davor waren recht stressig, sodass wir unsere Rucksäcke schon etwas früher gepackt hatten. Da man in Quito trotz der starken Sonne eigentlich nie in kurzen Klamotten rumläuft, dachten wir, in Galapagos müssen wir das ausnutzen und haben eigentlich nur sommerliche Sachen eingepackt. Das Wetter hat zum Glück auch mitgespielt, es war zwar nicht immer sonnig, aber immer warm.

Also: Bianca und ich saßen um 6 Uhr morgens auf Bänken am Flughafen und schauten uns etwas verwirrt um, um herauszufinden, wo wir denn als erstes hinmüssten wegen unserem Ticket und so weiter und so fort. Plötzlich kam Luca mit ihrem sarkastischen Grinsen auf uns zu und nach einer erfreuten Begrüßung ging es an die üblich stressige Flughafenroutine. Ticket anschauen lassen, dann (da wir ja in einen Nationalpark geflogen sind) eine Gebühr bezahlen, Gepäck durchleuchten lassen und aufgeben. Dann die Handgepäckkontrolle (zum Glück hat alles ohne Probleme geklappt) und auf den Flug warten.

3 Stunden später: Landung auf San Cristobal, nachdem wir aufgrund unserer Aufregung, als man die Insel sah, erstmal komische Blicke von den anderen Passagieren geerntet hatten. Ups. Jedenfalls dort durch die Immigration und unser Hostelbesitzer wartete auch schon auf uns, um uns zum Hostel zu bringen. Süßes Hostel, Sachen abgestellt und erstmal an den Strand. Oh, wie lang hatten Bianca und ich uns in letzter Zeit auf den Strand gefreut – der Lichtblick bei den Verabschiedungen der Klassen und allem anderen. Endlich gings dorthin. Als wir dort ankamen – ein Mäh von hinten. Verwirrt drehten wir uns um, und einen Meter hinter uns lag da einfach ein riesiger Seelöwe am Strand. So im Sand, dass man ihn mit einem Stein verwechseln könnte. Und dann, als wir uns genauer umschauten: überall Seelöwen. Am Strand und im Wasser. Der Strand war recht leer, also gingen wir einfach direkt ins Wasser: mit den Seelöwen. Hier ein Mäh, da ein Mäh, ehrlich gesagt kam man sich eher vor wie in einer Schafherde. Laut der Nationalparkregeln darf man die Tiere natürlich nicht berühren, schwimmen mit ihnen darf man trotzdem – und Seelöwen sind ziemlich verspielt! Springen und schwimmen um dich herum und schauen dich verwirrt an. So süß! Allein nach diesem Mittag mit den Seelöwen am Strand hatten wir beschlossen, dass der Urlaub auf Galapagos sich schon gelohnt hatte. Nach einem Mittagessen gings dann noch an einen anderen Strand, diesmal mit Schnorchelmasken ausgerüstet. Auch an diesem Strand lagen überall Seelöwen herum, die mähten, oder Babys die mit ihren Müttern im Sand lagen oder im Wasser spielten. Dazu kristallfarbenes Wasser – man kam sich vor wie in einer anderen Welt. Obwohl es schon recht kalt war, nahmen wir die Masken und sprinteten ins Wasser, schürften uns Füße an den Steinen (diesmal tatsächliche Steine) auf, aber das war egal. Kopf unter Wasser und erstmal Freudesschreie. Obwohl das Wasser nur 50 Zentimeter tief war an manchen Stellen, sah man riesige Fischschwärme in den verschiedensten Farben und das Highlight des Nachmittags: Fünf riesen Tortugas, die einfach zwischen den Steinen geschwommen sind und ein bisschen am Moos gefressen haben, und mehr als unbeeindruckt von unserer Anwesenheit waren. So schöne Tiere habe ich selten gesehen. So entspannt, groß, essen da an ihrem Moos. Mehr als glücklich gingen wir wieder ins Hostel und machten einen entspannten Abend, an dem wir uns einen Batido (Milchshake) gönnten und ein bisschen die Tourimeile anschauten.

Nächster Morgen: recht müde standen wir alle auf, mit Freude auf einen weiteren Tag auf dieser wunderschönen Insel. Kauften Tickets für die Überfahrt nach Santa Cruz am nächsten Tag und suchten dann nach einer Tour, die wir an diesem Tag machen könnten. Durch Glück bekamen wir noch drei Plätze in einer Tour auf die „Isla de los Lobos“ (Insel der Seelöwen) und fuhren dann mit einer Familie und ein paar dreißig-jährigen Backpackern und einem ziemlich lustigem Führer mit einem Speedboot dorthin. Speedboot fahren klingt zwar vielleicht cool, ist aber ziemlich anstrengend und danach tut einem (wenn man das Glück hat nicht seekrank zu werden) eigentlich jeder Muskel in deinem Körper durch die ruckartigen Bewegungen weh. Dort angekommen sind wir erstmal über die Insel gelaufen. Das erste, was wir gesehen haben: Frigattvögel – riesige Vögel, die Männchen mit riesigen roten Kehlen (zumindest wenn sie auf Paarungssuche waren) und Babys, ziemlich süß. Überall über unseren Köpfen. Und nur 10 Meter weiter: die berühmten Blaufußtölpel! So schöne Tiere. Ich glaube ich war die ganze Zeit nur am Staunen. Blaufußtölpel und sogar Babys, die in ihren Nestern saßen, sehr verstruppelt noch und uns aus winzigen Augen anstarrten. Fotos geschossen und viele Infos von Seiten unseres Führers bekommen. Und dann, die Tiere nach denen die Insel ja auch benannt war: Seelöwen und zwar viele. Und ein Seelöwenbaby, das wirklich noch winzig war (ca. 2 Wochen alt, wie uns unserer Guide erklärte). Nachdem wir die Seelöwen angeschaut hatten und die Insel überquert hatten, gings zurück auf unser Speedboot, und wir fuhren ein Stück weiter ins Wasser, da wir um die Insel herum noch Schnorcheln würden. Also Schnorchelausrüstung angezogen und ab ins Wasser. Leider haben wir nicht so viele Tiere wie am Abend zuvor gesehen, aber war trotzdem ziemlich cool, allerdings mussten wir irgendwann umdrehen, da ein Alphaseelöwe uns gesichtet hatte und beschlossen hatte, uns einen Besuch im Wasser abzustatten. Also zurück zum Boot und noch an einen abgelegen Strand, der komplett weißen Sand hatte und an dem nur unsere Gruppe war. Dort dann nochmal ins Wasser zum schnorcheln und hier konnte man auch tatsächlich, sobald man ein Stück weiter aufs offene Meer hinaus ist, einige Tiere sehen. Riesige Fischschwärme, unter anderem von Nemos und Doris und anderen, Regenbogenfischmäßigen Fischen und das Highlight (außer den Tortugas, die man auch dort sehen konnte) war ein Rochen, der auf dem Boden gechillt hat und wie auf Kommando dann weggeschwommen ist. Das war sehr beeindruckend. Nachdem wir uns im Wasser ausgetobt hatten (wir drei waren die einzigen, die an diesem Strand nochmal das Bedürfnis hatten zu schnorcheln) ging es mit dem Speedboot dann zurück ans Festland. Dort wurde erstmal gut Mittag gegessen und nachmittags gings dann nur ein bisschen am Strand entlanglaufen und ich habe ein paar andere deutsche Backpacker kennengelernt (die wir im Laufe der Reise immer wieder sehen würden). Nächster Morgen: sehr frühe Speedbootüberfahrt nach Santa Cruz. Wenn wir dachten, dass die am Tag davor zur Isla de los Lobos schon krass war, dann hatten wir uns aber mehr als ein bisschen getäuscht. Durch unsere gute Laune nervten wir glaube ich alle anderen Passagiere, die noch halber am schlafen waren (hiermit eine offizielle Entschuldigung an alle Mitpassagiere unserer 4 Überfahrten). Irgendwann kamen wir dann an, sind erstmal bei Nieselregen ins Hostel und überlegten uns, was wir bei diesem Wetter machen würden. Entschieden uns dann dazu, zu den „Grietas“ zu gehen, eine Schlucht zwischen zwei Felswänden, in der man mega gut schwimmen und schnorcheln kann. Also ein Wassertaxi dorthin, Schnorchelausrüstung geliehen und los ging es den Weg entlang. Es war ein schöner Weg inmitten von Büschen und der rauen Natur von Galapagos. Die Natur ist wirklich beeindruckend, vorallem von Insel zu Insel mega unterschiedlich. Auf Santa Cruz gab es viele Kakteen und Moorartige Felder. Irgendwann kamen wir dann dort an und waren beeindruckt (mein Dauerzustand der Woche). Trotz des eher schlechten Wetters war das Wasser sehr klar und auch wenn man nicht wirklich viele Tiere gesehen hat, so hatte es sich allein wegen dem Weg und dem Wasser gelohnt. Dann gingen wir zurück und gönnten uns abends eine sehr leckere Pizza. (Nur noch 4 Wochen bis es wieder deutsches Essen gibt – yippie!) Am nächsten Morgen war das Wetter leider immernoch bewölkt, daher schmissen wir unseren Plan, eigentlich an den „Tortuga Bay“ zu gehen, um und gingen stattdessen ins Darwin Center, wo Galapagosschildkröten aufgezogen werden, und dann ausgesetzt werden, da viele der Spezien inzwischen leider vom Aussterben bedroht sind. War sehr interessant, aber auch traurig zu sehen, was mit manchen Schildkröten damals passiert ist. Aber die Schildkröten waren echt cool, ich würde alle Tiere am liebsten mit heimnehmen (auch wenn man das natürlich aus gutem Grund nicht darf). Danach gings dann auch schon mit einer tollen weiteren Speedbootfahrt (bin so froh, dass keiner von uns drei seekrank war) nach Isabela. Der eine Typ auf dem Boot hat mir dann so eine Serviettenblume zum Abschied geschenkt – witzig. Dort haben wir dann in das zuckersüße Hostel eingecheckt (die erste Nacht war ich allein mit zwei belgischen Männern im Zimmer, wurde dann aber getauscht, auch wenn die ganz witzig waren) und haben nur noch Touren für die nächsten Tage gebucht.

Morgens um halb acht wurden wir im Hostel abgeholt, da wir eine Wanderung auf den Vulkan Siera Negra machen würden. Das war ziemlich lustig, da wir lauter Leute, die wir auch schon auf anderen Inseln gesehen hatten, wiedersahen. Außerdem hat es geregnet, sodass der Weg einzig aus Matsch bestand und man mehr rutschte als lief. Irgendwie schafften wir es aber ohne im Matsch zu liegen bis zum Aussichtspunkt. Da der Vulkan erst vor ein paar Wochen eine Eruption hatte und absolut aktiv ist, durfte man leider nicht weiter nach oben, war aber trotzdem cool, auch wenn wir dank des Wetters eigentlich nur einen Regenbogen sahen und nichts vom Vulkankrater. Hat sich trotzdem gelohnt und komplett durchnässt kamen wir dann wieder im Hostel an. Nach einer warmen Dusche gingen wir an einen Strand. Das Wetter war da inzwischen besser. Wir nervten durch unsere Anwesenheit glaub eine Touristengruppe die Standup Paddling ausprobierte, wir hielten uns aber möglichst im Wasser von ihnen fern und es war echt cool. Die Strände dort sind so schön, das ist unfassbar. Abends gingen wir dann ein bisschen aus, da am nächsten Tag mein Geburtstag war, was auch sehr cool war. Und dann das süßeste an der ganzen Woche: Als wir wieder zurückkamen durfte ich eine Weile nicht ins Zimmer und als ich dann endlich hochdurfte, verstand ich auch warum: Luca und Bianca hatten unser Zimmer in einen Partyraum verwandelt für meinen Geburtstag. Mit Luftballons, Luftschlangen, allem drum und dran. Und dem Highlight: Eis. Also hier nochmal ein dickes fettes Dankeschön an diese zwei verrückten Mädels, die ich gegen nichts in meinem Leben tauschen würde. Danke girls, hab euch lieb. Ach und ich habe ein cooles Geschenk bekommen: Bianca und ich haben das Jahr über immer mal gescherzt, dass wir inzwischen so viel übereinander wissen, dass wir mindestens 100 Fakten zum jeweils anderen aufschreiben können. Also habe ich eine Liste mit 100 zuckersüßen Fakten über mich bekommen. Manche sind zwar etwas verschönert, aber stimmen auf jeden Fall alle. An Bianca: Ich kann dir auch mindestens 100 über dich aufzählen 😉

Am nächsten Tag ging es dann auf die wohl coolste Tour der ganzen Woche (und da gab es schon einiges zu toppen bis zu diesem Zeitpunkt!) Jedenfalls machten wir die sogenannte „Los Tuneles“ Tour. Wir wurden wieder abgeholt vom Hostel und fuhren mit einen Speedboot mit 7 anderen Leuten los. Ich saß an einer ziemlich doofen Stelle auf dem Speedboot (hatte mich aber freiwillig geopfert) und bekam daher gefühlt mehr Wasser ins Gesicht, als überhaupt im Meer ist. Jedenfalls kamen wir nach einer wirklich wilden Bootsfahrt dort an. Die Tuneles sind natürliche Felsbrocken, die aus alter, getrockneter Lava sind und immer wieder an Stellen aus dem Wasser gucken und somit eine Art Grotten bilden, die viele verschiedene Tiere als Unterschlupf benutzen. Daher sahen wir an diesem einen Fleck so viele Tierarten, dass es schon fast nicht mehr glaubwürdig war. Wir fingen an mit ein paar Fischen und dann gings auch schon über zu meinem Highlight: Haien!!! Wir sahen Babyhaie, die einfach neben uns herschwammen und riesige Haie die in Grotten unter dem Wasser entweder schliefen oder dort schwammen: 1 bis 2 Meter von einem entfernt, nicht weiter. Mehr als beeindruckend. Haie sind so schöne Tiere und die Babyhaie: so süß! Danach sahen wir noch riesen Tortugas, die die anderen, die wir zuvor gesehen hatten wie Babys aussehen liesen. Dann noch Stingrays – die riesigen Rochen die giftige Stachel haben (vielleicht habt ihr von denen wegen dem Australier namens Steve Irwin schonmal gehört – er wurde von so einem Stingray getötet) aber bei uns ganz friedlich auf dem Boden gelegen haben. Die waren auch nach den Babyhaien auf jeden Fall ein Highlight, da ich niemals gedacht hätte, dass sie so groß sind. Zum Abschluss noch ein recht großes Seepferdchen und dann gingen wir recht durchgefroren zurück auf unser Speedboot, um noch an eine andere Stelle der Tuneles zu fahren. Dort waren die Lavafelsen so groß, dass sie teilweise als Tunnel (deswegen der Name) aus dem Wasser ragten. Und das Wasser dazwischen Kristallklar und türkisfarben. Kakteen auf den Felsen und man kam sich vor wie im Paradies. Ach und wir sahen auf dem Weg sogar noch Pinguine, das war auch cool. Dort schauten wir uns ein paar Pflanzen an und bekamen Überlebenstipps von unserem supercoolen Guide. Der Guide war echt eine der lustigsten Personen, die ich jemals kennengelernt habe. Er liebt seinen Job und diese Insel, das merkt man und hat uns immer „My beautiful Travelers“ genannt, was ziemlich süß war. Allerdings hat es mich auf Galapagos etwas irritiert plötzlich so viel mit Englisch zu tun zu haben, da man es vom Festland nicht gewöhnt ist, dass jeder so gut und viel Englisch kann. Aber da Galapagos ein riesiges Touristenziel ist, ist das natürlich ziemlich gut. Nach dieser Landtour gings dann auch zurück aufs Festland. Dort machten wir uns einen entspannten Nachmittag zu dritt am Strand. Ich muss schon sagen, das war ein ziemlich toller Geburtstag. Abends dann noch leckeres Essen, einen besseren Tag hätte ich mir nicht wünschen können.

Dann war auch schon der letzte Tag auf Isabela, wir machten eine Fahrradtour zu der „Wall of Tears“ – eine Felsmauer, die von Gefangenen auf Isabela nach dem zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Traurige Geschichte aber ein beeindruckendes Gebilde. Danach gings noch auf einen Aussichtspunkt, die Insel ist so wunderschön. Ich habe mich spätestens zu diesem Zeitpunkt noch mehr in Ecuador verliebt, falls das irgendwie möglich ist. Auf dem Rückweg gings noch baden an einem süßen Platz, an dem Bäume wie ein Dach über dem Wasser hingen. Und dann mit dem Speedboot nach Santa Cruz zurück (schrecklich hubbelige Überfahrt) und dort gings dann wieder ins Hostel. An dem Abend sind wir eigentlich nur nochmal Pizza essen gegangen, da die damals auf Santa Cruz so lecker war. Und dann war auch schon der letzte Tag auf den Inseln gekommen. An diesem Morgen gingen wir bei strahlendem Sonnenschein zum berühmten Tortuga Bay. Auch der Weg dorthin war sehr cool, so viele Galapagosschildkröten und Iguanas wie auf dem Weg zur Wall of Tears am Tag zuvor sahen wir leider nicht, war trotzdem sehr schön und der Strand war dann unbeschreiblich. Weißer Sand soweit das Auge reicht, Felsen, Iguanas und türkisblaues Wasser. Nach einer Badetour und wieder aufgeschlitzten Füßen und der Sichtung eines Rochens direkt an der Bucht gings wieder zurück zum Hostel und dann auch direkt mit dem Speedboot zurück nach San Cristobal, von wo aus wir am nächsten Tag auch schon zurück nach Quito fliegen würden. Nachdem auch die letzte Überfahrt überlebt war, gings dort ins Hostel und noch ein letztes Mal mit Seelöwen baden. Wir machten uns einen letzten entspannten Abend und am nächsten Morgen ging es dann früh zum Flughafen, wo wir auch alte bekannte Backpacker wiedersahen und raus aus dem Paradies zurück ins echte Leben: Quito (was zwar kein so Naturparadies wie Galapagos ist, dafür aber mein Zuhause).

So, tut mir leid für meine etwas ausführliche Schilderung von Galapagos, wenn ihr es bis hierher geschafft habt, dann Respekt. Jedenfalls wollte ich nur sagen, dass es sich mehr als gelohnt hat dieser Trip und dass ich ihn sofort wieder machen würde. Natürlich ist es ein Nationalpark, aber ich habe eigentlich das Gefühl, dass er sehr gut geschützt wird und der Tourismus, so lange er gut gemacht ist, auch nicht zu viel schadet. (Natürlich ist das nur mein subjektiver Einblick gewesen, ich bin kein Experte) Zum Beispiel kann man selber auch darauf achten, die Tiere in Ruhe zu lassen, nicht mit Blitz zu fotografieren und statt jedem Tag Fisch, der drumherum für die Touristen gefischt wird (auch wenn viele Einheimische von der Fischerei leben) auch mal vegetarisch zu essen. Und man kann versuchen möglichst wenig Plastik zu verwenden, worauf dort zum Glück viele Einheimische und Restaurants auch schon achten. Es gibts viele Restaurants die zum Beispiel keine Strohhalme benutzen etc. Daher die Empfehlung meinerseits: Wer jemals nach Ecuador kommt und ein bisschen Budget übrig hat: die Galapagosinseln lohnen sich sehr und man kann es sehr gut selbstständig durchziehen, ohne eine ganzwöchige Tour oder eine Kreuzfahrt zu buchen.

Tausend liebe Grüße meinerseits, ich melde mich demnächst mal noch, wie es mit der Wand und dem Countdown so läuft.

Eure Anni (die ja in nem Monat schon wieder in Deutschland ist!)

 


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